Pälzer Krischer

Die musikalische Unterhaltung für Ihre geselligen Veranstaltungen !

KV Rheinschanze - Sitzungsband wird „Pälzer Krischer“

Bei der Prunksitzung der Karnevalgesellschaft Rheinschanze ist am Samstag die Auszeichnung „Pälzer Krischer“ an die gleichnamige Fasnachterkapelle verliehen worden. Die acht Musiker der Sitzungsband „Pälzer Krischer“ wurden von den Gardemädchen auf die Bühne geleitet. Dort bekamen Lutz Pfeuffer (Schlagzeug), Peter Berg, Peter Pfeuffer (beide Gitarre), Walter Schmitt (Handharmonika), Harald Riede, Dieter Gaschott (Trompete), Hans Peter Gaschott (Saxophon) und Markus Schmidt (Bass) von Sitzungspräsident Roger Falkenstein und Vereinschef Armin Peter Haas die bronzene „Krischer“-Symbolfigur nebst Urkunden und eigens angefertigten T-Shirts. Da strahlten die Musiker aus Altrip, die in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bandjubiläum feiern. Die Gruppe ist in diesen Jahren zum festen Bestandteil der pfälzischen Fasnacht geworden. Ein breites Publikum kennt die „Krischer“ auch aus der beliebten Fernsehsitzung der badisch-pfälzischen Karnevalvereine, die jährlich aus dem Congressforum in Frankenthal übertragen wird. Als „Symbol für Pfälzer Witz, Humor und Lebensfreude“ habe die Band die Pfalz über die Landesgrenzen hinaus bekanntgemacht, begründete Roger Falkenstein die Ehrung, bei der die Guggemusiker der Huddelschnuddler für Stimmung sorgten.

Die „Pälzer Krischer“ haben sich in erster Linie dem pfälzischen Liedgut verschrieben. Sie bringen viele Lieder der großen pfälzischen Dichter und Komponisten auf die Bühne. Während der Fasnachtkampagne spielen sie bei verschiedenen Veranstaltungen als Sitzungskapelle. Der „Pälzer Krischer“ wird durch den ältesten Ludwigshafener Karnevalverein an Persönlichkeiten oder Institutionen aus Politik, Wirtschaft, Kultur oder Sport verliehen. Die Ehrung wurde zum 100-jährigen Bestehen im Jahre 1977 vom Ehrenvorsitzenden Helmut Nowak ins Leben gerufen, seitdem wird alljährlich eine „Stimme der Pfalz“ ausgezeichnet. Prominente Geehrte sind Altkanzler Helmut Kohl oder Oberbürgermeisterin Eva Lohse.

Sitzungspräsident Roger Falkenstein (links) und Vereinschef Amin Haas mit den „Pälzer Krischern“. - FOTO: KUNZSitzungspräsident Roger Falkenstein (links) und Vereinschef Amin Haas mit den „Pälzer Krischern“. - FOTO: KUNZ

Bis nach Mitternacht erlebten die etwa 450 Gäste eine sechsstündige Prunksitzung, mit allem, was dazu gehört. Am Ende war Party angesagt: Bunte Luftschlangen flogen durch die Luft, Luftballons schwebten von der Decke des Pfalzbaus. Da saßen die meisten Gäste nicht mehr auf ihren Plätzen. Die toll geschminkten Blechbläser der Augustenkapelle Aue setzten dazu ein musikalisches Glanzlicht. Es wurde geschunkelt und getanzt. Peter Linnenfelser als Tal Ötzi erwies sich einmal mehr als Stimmungskanone. Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der KV Rheinschanze waren die beiden Tanzmariechen Lisa Weber und Natalie Ring sowie die Kadetten und die Offiziersgarde. Sie überzeugten mit ihren neuen Kostümen und ernteten für ihre akrobatischen Auftritte jeweils eine Rakete. Erstmals auf der Bühne des Pfalzbaus stand Janine Nagy, die fesche Sängerin, die als „Helene von Ludwigshafen“ nach dem Ausstieg bei der Tanz- und Showband „The Golden Memorys“ ihren eigenen Weg geht und mit ihren Liedern die Herzen der Besucher eroberte. Musikprofessor Werner Beidinger, im echten Leben Musikpädagoge an der Universität Potsdam, nahm mit Worten und Liedern am Flügel die hohe Politik gekonnt aufs Korn. Für Lacher sorgten auch Jürgen Janßen, Vizepräsident des Vereins, der kurzfristig einsprang und in die Bütt stieg. Jürgen Baumert überzeugte im Trikot des Fußball-Weltmeisters und mit Bierflasche in der Hand bei seiner WM-Nachlese. Und auch „de Molli“, der legendäre Oliver Sauer aus Lohnsfeld, der diesmal mit seiner Partnerin „Julchen“ in einen Ehestreit geriet, hatte die Lacher auf seiner Seite. Musikalische Glanzlichter setzten auch die bekannten „De Meenzer“ (Hennes Schneider/Dieter Kral). Für Unterhaltung sorgt der bekannte Stimmenimitator Harry Borgner. (wij)

(Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 13.01.2015)